Die Tage in Mittelamerika neigten sich dem Ende entgegen. Nach zwei spannenden sowie ereignisreichen Wochen, in denen wir viel gesehen und erlebt hatten, wurden die Anstrengungen unserer Exkursion langsam bemerkbar. 14 Tage in Flugzeug, Bus und Bahn lagen hinter uns, und auch das frühmorgendliche Aufstehen nach langen Nächten hinterließ seine Spuren. Umso besser, dass wir die letzten Tage unserer Exkursion etwas ruhiger angehen lassen wollten.
Daher stand am 15. Tag ein Besuch auf der Isla Grande im Bezirk Colon auf dem Programm. Sie liegt in der Nähe der Stadt Portobelo, einem kleinen, aber nicht minder geschichtsträchtigen Ort an der Atlantikküste Panamas, 180 Kilometer nordöstlich von Panama Cit,. Die Bucht, in der Portobelo liegt, wurde bereits 1502 von Christoph Kolumbus entdeckt und entwickelte sich anschließend zu einer der wichtigsten Hafenstädte der Spanier in Mittelamerika. Der berühmte Freibeuter Francis Drake verstarb hier an Fieber, während er 1596 die Stadt belagerte.
Wir brachen bereits um 6 Uhr morgens in Panama City auf. Dank tatkräftiger Unterstützung der Firma LIEBHERR, die diesen Tagesausflug für uns organisiert hatte, durften wir uns auf einen Tag im Bananas Resort freuen. Nach zum Teil aufregenden zweieinhalb Stunden im Bus und nach einer nicht weniger spannenden Bootsfahrt bei starkem Wellengang, erreichten wir um 9 Uhr das Bananas Resort. Was uns erwartete war ein Abbild dessen, worunter sich die meisten Menschen die Karibik vorstellen. Palmen, Meer und Sandstrand.
Das Wetter schien es an diesem Tag leider weniger gut mit uns zu meinen. Trotz grauen Himmels war es jedoch immer noch angenehm warm, weshalb sich einige umgehend in die Fluten schmissen. Dabei stellte sich heraus, dass der perfekte Sandstrand mit dem Wasser endete und von einem spitzen Riff abgelöst wurde. Diese führte zu unfreiwillig komischen Szenen, als die soeben ins Wasser gestürzten dieses mit schmerzverzerrten Gesichtern wieder verließen. Sie trugen jedoch keine ernsthaften Verletzungen davon. Den Tag verbrachten wir anschließend mit Schwimmen, Schnorcheln und Volleyball. Andere nutzten die Zeit schlicht zur Regeneration und machten es sich in den Hängematten gemütlich. Der ein oder andere Cocktail gepaart mit zwei sprechenden Papageien sorgte für eine blendende Stimmung.
Jedoch muss auch der schönste Tag einmal zu Ende gehen. So verließen wir um 16:30 Uhr, nach sieben Stunden intensiver Entspannung, wieder die Isla Grande. Die Überfahrt mit dem Boot war ähnlich ruppig wie am Morgen, doch wirkte die Stimmung insgesamt gelöster als noch wenige Stunden zuvor. Die Gesichtsbräune tendierte bei einigen bedenklich zur Röte, jedoch wir alle waren gleich entspannt, als wir wieder in den Bus einstiegen. Dieser brachte uns zurück nach Panama City, welches wir gegen 19:30 Uhr erreichten. Das Ende des Tages begingen wir alle gemeinsam mit einem gemütlichen Abendessen. Danach teilte sich die Gruppe auf und während einige noch ein wenig Ruhe im Hotel suchten, machten andere das Nachtleben Panamas unsicher. Insgesamt war es ein toller Tag, der uns allen die Schönheit des Landes Panama noch ein Stückchen näher gebracht hat.
Autor: David Sauerborn


