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Tag 10

Unsere Reise nach Tikal starteten wir am Sonntag, den 14. März 2010. Bereits um 5.30 Uhr morgens machten wir uns mit dem Bus auf zum Flughafen von Guatemala City. Am Flugha­fen empfing uns unser Reiseführer. Abflug nach Flores war bereits um 6.30 Uhr.

Nach einem kurzen, zirka einstündigen Flug mit einer kleinen Propellermaschine wollten wir uns gleich mit dem Bus auf die Weiterfahrt nach Tikal machen, allerdings trafen wir dort auf einen zweiten Reiseführer, der durch ein Missverständnis ebenfalls gebucht wurde. Nach kurzer Diskussion behielten wir jedoch unseren bisherigen Reiseführer und die Gruppe be­stieg den bereitstehenden Bus. Schon zu Beginn der Fahrt bemerkten wir, dass der Bus Probleme beim Anfahren hatte. Gegen 9.00 Uhr hatten wir schließlich eine Panne. Tief im Dschungel mussten wir ungefähr 45 Minuten warten, ehe uns ein Reservebus zu den Maya­ruinen brachte.

Besonderes Zitat unseres Reiseführers: „So was muss man erlebt haben, sonst hat man nichts zu erzählen. Guatemala ist ein Abenteuer!“

Endlich in Tikal angekommen, startete unsere Führung schließlich um 10.00 Uhr. Kreuz und quer führte uns unser Tourguide auf kleinen, teils sehr engen Pfaden durch den dichten Dschungel mit unzähligen Tieren und einer großen Pflanzenvielfalt. Immer wieder lich­tete sich die Vegetation und atemberau­bende Tempel und Pyramiden ragten in die Höhe, wodurch  wir die 2. Hochkultur Mit­telamerikas kennen lernten.

Die Maya – Stätte im Norden Guatemalas in Tikal (250 m ü. NN) ist ein absolutes „Muss“ für alle Guatemala-Besucher. Tikal liegt im Regenwald des Petén auf der Halbinsel Yu­catan und erstreckt sich über ein Gebiet von etwa 65 Quadratkilometern, wovon der zentrale Bereich rund 16 Quadratkilometer einnimmt, welcher über dreitausend Bauten aufweist. Die Bauwerke erstrecken sich von kleinen Steinhäuschen bis zu riesigen Pyrami­den. Die ersten Bauern ließen sich ca. 600 v. Chr. nieder. Erste Gebäude wurden um 200 v. Chr. errichtet. Paläste und weiträumige Anlagen sollen zur Hochzeit der Mayas hier in Tikal zwischen 55.ooo und 8o.ooo Menschen beherbergt haben. Zentrum der weitläufigen Anlage ist der Große Platz, auf dem sich die beeindruckenden Tempel I und II in Ost-West-Richtung gegenüber stehen. Das höchste Bauwerk ist der Tempel IV mit einer Höhe von 64 Metern.

Einige der hohen Tempel konnten wir besteigen. Oben angekommen, konnten wir einen gigantischen Ausblick über die scheinbar unendliche Dschungelumgebung genießen.

Der Urwald rund um Tikal ist bekannt für seine zahlreichen Vogelarten, die Brüllaffen, Nasenbären und Jaguars. Das gesamte Gebiet rund um Tikal wurde 1955 zum Nationalpark erklärt und gehört heute zum UNESCO Welt­kulturerbe. Der kleine Flugplatz inmitten der Anlage wurde stillgelegt, eine asphaltierte Zufahrtsstraße von Flores gebaut und an der Straße in Tikal eine touristische Infrastruktur errichtet. Nach unserer Maya-Dschungel-Sa­fari wurde gemeinsam gegen 15 Uhr zu Mit­tag gegessen. Zum Essen bekamen wir alle Hähnchen mit Reis und Gemüse. Unter dem Pal­menblätterdach spielten dazu zwei Musiker alte Mayamelodien und der Reiseleiter löste sein Versprechen ein: Für die uns aufgrund der Buspanne entstandenen Unannehmlich­keiten hat er sich bei allen Teilnehmern mit einer Flasche kühlem Bier entschuldigt. Um 16.15 Uhr traten wir unsere Heimreise mit dem Bus an. Auf der kleinen Insel „Isla Flo­res“ legten wir noch einen Zwischenstopp ein, um uns die Wartezeit bis zum Rückflug nach Guatemala City zu verkürzen. Diesen Aufenthalt hat sich jeder durch einkaufen und Kaffee trinken selbst frei gestaltet. Die Stadt Flores in Guatemala ist die Hauptstadt des nördlichsten Departmento El Petén. Neben der Bedeutung als Umschlagplatz für die Produkte aus dem guatemaltekischen Hinterland ist Flores besonders von touristischem Interesse. Der Flugplatz außerhalb der Stadt macht Flo­res zu einem guten Ausgangsplatz für Aus­flüge zu den umliegenden Maya-Ruinen wie Tikal.

Nach einem sehr langen, informativen und wunderschönen Sonntag flog unsere kleine Propellermaschine um 19.10 Uhr ab.

Sehr geschafft verabschiedeten wir uns von unserem sensationellen Reiseleiter mit einer kleinen Prämie und beendeten unseren Tag mit einem kleinen Abendessen in der Stadt.

Autor: Tim Eisele

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