Am Freitag, den 5 März 2010 sollte unsere Exkursion nun endlich starten. Die ersten Exkursionsteilnehmer starteten bereits um 4.50 Uhr aus Richtung Biberach. So wurde der Zug nach und nach immer voller, bis wir schließlich den Bahnhof am Frankfurter Flughafen erreichten. Dort angekommen wurden wir auch schon von Mitarbeitern der Firma Züblin empfangen. Nach kurzer Wartezeit, bis auch die Exkursionsteilnehmer Gero von Gersdorff und Cem Cakrak den richtigen Bus gefunden hatten, konnte es jetzt zur Baustelle der Firma Züblin gehen.
Nachdem jeder einen Flughafenausweis erhalten hatte, konnten wir mit dem Bus auf das Flughafengelände gelangen. Trotz der großen Teilnehmeranzahl ging die Ausgabe der nötigen Ausweise sehr rasch voran. Auf dem Gelände angekommen, wurden wir dann anschließend von dem Projektleiter vor Ort in Empfang genommen. Dieser gab uns eine kurze Einführung in das Projekt und schilderte uns die aktuellen Tätigkeiten auf der Baustelle.
Bei der Baustelle handelt es sich um den Neubau des Kontrollturms am Frankfurter Flughafen. Notwendig wird dieser durch die neue, zusätzliche Start- und Landebahn am Frankfurter Flughafen. Auftraggeber ist die Deutsche Flugsicherung (DFS). Der Tower hat eine Gesamthöhe von 72 m. Zur Unterstützung der Flughafenverwaltung ist unmittelbar neben dem Turm ein zweigeschossiges Bürogebäude auf dem beengten Grundstück angeordnet.
Nach der Einführung und einer kleinen Stärkung ging es nun an die Baustellenbesichtigung. Hierbei unterteilten wir uns in drei Gruppen und konnten das komplette Gebäude besichtigen. Auf dem Tower angekommen, konnten wir einen phantastischen Ausblick über den Flughafen und die Skyline von Frankfurt genießen. Bei dieser Gelegenheit möchten wir uns noch einmal recht herzlich bei der Firma Züblin bedanken. Organisiert wurde diese Besichtigung unter anderem von Lucas Engelhardt (P6), der dort sein Praktikum verbrachte.
Bei dieser Baustellenbesichtigung konnten wir einen sehr guten Einblick gewinnen, auf was es im Allgemeinen ankommt, wenn man auf einem Flughafengelände baut. Zum Einen gibt es sehr oft beengte Platzverhältnisse, die den Baustellenablauf in seiner Rangfolge sehr stark beeinflussen können. Zum Anderen ist die Bauweise sehr speziell. Fast in jedem Bereich des Flughafens muss darauf geachtet werden, dass die vorhandenen Systeme alle mehrfach redundant vorhanden sein müssen. Zum Beispiel ist im neuen Tower ein Notstromaggregat mit eingebaut, das im Falle eines Stromausfalls sofort anspringt.
Im Anschluss an die Baustellenbesichtigung machten wir uns auf den Weg Richtung Terminal. Vor dem Verlassen der Baustelle fanden wir uns aber noch zum obligatorischen Gruppenfoto zusammen. Danach ging es aber wieder in den Bus und anschließend in Richtung Terminal.
Da noch ein bisschen Zeit vorhanden war, konnten wir noch am mit Abstand größten deutschen Flughafen verweilen. Zugleich ist der Frankfurter Flughafen eines der weltweit bedeutendsten Luftfahrtdrehkreuze. Gemessen am Passagieraufkommen ist er nach London-Heathrow und Paris-Charles de Gaulle der drittgrößte Flughafen in Europa und liegt im weltweiten Vergleich auf Platz 9. Er weist das zweitgrößte Frachtaufkommen aller europäischen Flughäfen auf. Betreiber in Frankfurt ist die Fraport AG. Im Jahr 2009 wurden in Frankfurt insgesamt 50,9 Millionen Passagiere abgefertigt.
Das nebenstehende Foto gibt einen Überblick über die Dimensionen des Frankfurter Airports. Des Weiteren kann man die neue Start- und Landebahn erkennen, die sich momentan im Bau befindet.
Beim Check – in gab es in Frankfurt keine Probleme, somit konnten wir planmäßig um 13.50 Uhr in Richtung Mexiko City starten. Nach einem ruhigen und größtenteils angenehmen Flug landeten wir um 21.30 Uhr Ortszeit in Mexiko City. Nach einigen Problemen bei der Passkontrolle machten wir uns schließlich auf den Weg ins Hotel, das ca. 25 Minuten entfernt vom Flughafen lag. Um ca. 0.30 Uhr erreichten wir dann schlussendlich unser Hotel.
Autor: Jan Müller


